König Covid

Paperback

236 Seiten

ISBN-13: 9783949035050

König Covid

Guido FreiWolf Hamm, Thyra Thorn (Hrsg.)   König Covid ist eine Sammlung von Texten und Bildern zur Corona-Pandemie. Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Ländern, sowie eine Künstlerin, haben in der Zeit vom Frühling 2020 bis zum Frühling 2021 Tagebuchausschnitte, szenische Stücke, Geschichten und Skizzen erstellt. Darin berichten sie, persönlich, ernst, aber auch satirisch von ihren Erfahrungen und Gedanken während dieser Zeit.

Von Wolf Hamm stammen folgende Geschichten:

Gasthaus zur heiligen Corona Breaking News Triumph des Lebens, Wörter gegen Viren –Geschichten heilen, Jenseits der Viren

 

Leseprobe:

 

Wörter gegen Viren­ – Geschichten heilen

 

Wumhilde Reimers

In der mitteleuropäischen Großstadt Menchon wanderte die unruheständlerische Psychiaterin und Schriftstellerin Wumhilde Reimers (79) durch die Schreibstube und stampfte ihre Nervosität in den Boden. Sieben Wochen Corona-Lockdown hatten die Nerven der Nervenärztin lädiert.

Die Mutter von sechs Kindern, figürlich der Venus von Willendorf verwandt, stemmte sich gegen die Angstfluten, die die täglich verkündeten Zahlen von Infizierten und Toten in ihr auslösten. Im Gefühlstrudel kreisend packte sie die Idee, eine Kampagne „Wörter gegen Viren“ zu starten. Ein guter Startschuss für diese Bewegung wäre ein Kurzgeschichtenwettbewerb. Dieses Unternehmen könnte für den Verkauf ihres neuen Buches „Die Moral der verlassenen Rosen“ förderlich sein. Ihr Bekanntheitsgrad würde sich erhöhen und den Absatz ihrer schwer verständlichen Gedichte fördern.

Sie gründete mit Freunden den Verein „Wörter gegen Viren.“

Tanzen und Treten

 

AUF DER SUCHE NACH MORAL

Der Alte vom Berge, Weisheitsführer der Nachkommen einer Gruppe von circa fünftausend Menschen, die im 17. Jahrhundert als Verbrecher von der Erde mit alchemistischer Zauberei zum Hundsstern transformiert worden sind, verkündete seinem Volk, dass es viele Probleme gebe, die gelöst werden müssten. Allein schafften sie das nicht. „Wir brauchen eine neue Moral. Ich schicke Ratix, den besten Studenten der Universität, zur Erde. Dort, so habe ich gehört, würden die Berliner wegen ihrer hervorragenden Moral lange und glücklich leben. Als Weisheitsführer kann ich einmal im Leben eine Person zu Erkundigungen zur Erde schicken. Ratix, da hast du zehntausend Euros. Du hast von jetzt an zwölf Stunden Zeit. Zur Rückfahrt musst du an dem Ort, wo du gelandet bist, sein. Sonst bleibst du ewig auf der Erde. Leb wohl und viel Glück.“ Ratix stand am Brandenburger Tor in Berlin. Sein lautloses Schluchzen erregte die Aufmerksamkeit.

Gemetzels

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NeuGeburtstag

Sigurd N., Bewohner eines Appartements in der Seniorenresidenz „Sonnenblick“, erhob sich im Restaurant „Fünf Jahreszeiten“ in München und begann feierlich seine vorbereitete Rede abzulesen: „Liebe Schwester Ingrid, liebe Schwester Agnes, ich freue mich, dass Sie mir zu meinem neunzigsten Geburtstag die Ehre geben, mit Ihnen hier zu speisen als mein Dankeschön für Ihre Freundlichkeit, Umsicht und …“, als das Handy von Schwester Ingrid klingelte und sie sich

Gemetzel

Mitterfelser Märchenjahr Teil 1 Übersicht

Eröffnung: 8. Mai 2018 um 19:30 Uhr
„Dass ich dich besser fressen kann!“
Über die Heilkraft von Märchen
Vortrag von Wolfgang Hammer
27./28. Mai von 11:00 bis 13:30 Uhr
Märchenanimation für Kinder im Grundschulalter, Basteln von beweglichen Märchenfiguren (Höchstteilnehmerzahl acht)
15. Mai, 12. Juni und 3. Juli um 19:30 Uhr
Märchen vorgelesen und betrachtet; Mitglieder der Organisationsgruppe lesen zwei Märchen vor, informieren über Autor und Text und leiten die Diskussionsrunde.
16. Juni 10:00-16:00 Uhr
Literarischer Workshop: Schreiben eines Märchens (Höchstteilnehmerzahl zehn; Anmeldung unter wlw46@web.de), Moderator: Wolfgang Hammer
22. September 17:00 Uhr
Eine Märchenreise durch Dschungel, Basar und Bayern mit Oliver Machander (Beruf: Märchenerzähler)

 

Katzenjammer

Wolf Hamm

Katzenjammer
oder
Baby alone

Text zu dem Bild von Lovis Corinth: Das Trojanische Pferd

Ordnung

„Meise geht zur Meise, Fink zu Fink, der Storch zur Störchin, Feldmaus zu Feldmaus, Hausmaus zu Hausmaus, der Wolf zur Wölfin …«

Adolf Hitler: Mein Kampf, München 1933, S. 311

Der Weltvollender
Auf einem Matratzenberg lag ein Männlein unbestimmten Alters. Sein bleiches Gesicht schwamm unterschiedslos mit den grellen Fluten von Weiß von den Wänden, vom Boden und den Bettdecken. Ein Aktenkoffer mit einem roten Knopf stand etwas außerhalb der Reichweite der Arme des liegenden Mannes auf dem Bett. Leuchtend rot signalisierte eine Schrift auf ihm: „Nuclear football!“  

Text bei WH anfordern

Geschichte der unglücklichen Frau mit dem Bettler

Wolfgang Hammer Pröllerstr.39 94360 Mitterfels 09961/9435777 wlw46@web.de www.wolfhamm1.de

Märchen für DaF

Lesen Sie bitte das Märchen (Kurzform) und beantworten Sie die Fragen.

Information

Geschichte der unglücklichen Frau mit dem Bettler

Aus: Die Märchen aus 1001 Nacht

Jedem Untertanen, der einen Bettler beschenkte, sollten beide Hände abgeschnitten werden. Das hatte ein König befohlen.
Eine Frau hatte so viel Mitleid mit einem Bettler, dass sie ihm zwei Brote schenkte. Der König ließ der Frau die beiden Hände abnehmen.
Eines Tages wollte er heiraten. Seine Mutter empfahl ihm gerade diese mitleidige Frau, deren Schönheit die fehlenden Hände ausglichen.
Die anderen Frauen des Königs konnten die Mitleidige nicht leiden, und sagten dem König, sie würde ihn betrügen. Daraufhin wurde die Mitleidige aus dem Schloss verjagt. Mit ihrem Kind wanderte sie durch die Wüste. Als sie an einem Bach trank, fiel das Kind in das Wasser. Zwei Männer retteten es. Sie ließen auch die beiden Hände wieder wachsen. Die Gebete zu Gott hätten geholfen, sagten sie. Die beiden Retter seien die zwei Brote, die sie am Anfang der Geschichte dem Bettler gegeben hatte. Sie lebt jetzt getröstet weiter.

Reflexion
Welche Wörter aus zehn sind die fünf wichtigsten?

Schönheit, Schloss, Mutter, Laib, heiraten, Gott, getröstet, wandern, Hand, betrügen

Fragen

  1. Warum verschenkt die Frau die beiden Brote?
  2. Warum heiratet der König sie trotz der fehlenden Hände?
  3. Warum verlässt die Frau das Schloss?
  4. Warum wird das Kind gerettet?
  5. Welche Rolle spielt Gott?
  6. Welche Lehre ziehen Sie aus diesem Märchen?

Produktion

Dieses Märchen spielt in einem arabischen Land. Schreiben Sie bitte ein ähnliches Märchen, nur dass es in Mitterfels, Straubing und/oder Umgebung handelt. Verwenden Sie dabei die fünf wichtigen Begriffe.

 

Jahreskrippen

Nicht nur zur Weihnachtszeit

Flyer_Krippenbuch

Wolfgang Hammer
Wandel durch Stabilität
Jahreskrippen als Lebensbegleiter

Der heilige Ort
Angst ist ein Grundgefühl, das allen Menschen gemeinsam ist: Angst vor Krankheit, vor den Mitmenschen, vor der Natur, vor dem eigenen Körper, vor der eigenen Seele, vor der Zukunft – Angst vor dem Tod, Angst vor Gott.
Angst triebe die Menschen in Panik sinnlos herum, ließe sie einander abschlachten oder in Todesstarre verfallen, ließe die Erde eine Welt des Teufels werden, gäbe es nicht auch Zeiten, Räume und Taten der Heilung und des Heils: die Welt Gottes.
Ein Blick zum Weltall weckt Hoffnung: Die Sonne geht auf und unter, jeden Tag, zuverlässig. Nach dem Winter kommen Frühling, Sommer und Herbst. Man pflanzt …